Konzentrationsprobleme

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Da Konzentrationsvermögen die Voraussetzung für Lernen ist, können Kinder mit Konzentrationsproblemen häufig nicht zeigen, was in ihnen steckt. Dies kann wiederum viele Folgeprobleme mit sich bringen. Deshalb ist in diesem Bereich eine genaue Diagnostik (vor allem Abklärung/Abgrenzung von AD(H)S) und eine intensive Förderung zur Erhöhung der Konzentrationsleistung schon bei ersten Auffälligkeiten dringend notwendig.

Symptome

Konzentrationsprobleme treten in verschiedenen Ausprägungen auf.Ihr Kind ist einen Moment lang sehr konzentriert bei der Sache, aber dann wiederum wirkt es unaufmerksam? Das könnte ein Problem der Daueraufmerksamkeit sein, welche vor allem beim Zuhören im Unterricht sehr wichtig ist. Bei beeinträchtigter Daueraufmerksamkeit bekommt das Kind den Anfang mit, dann wieder etwas in der Mitte, aber am Ende der Stunde kann es nicht verstanden haben, was erklärt wurde, da ein großer Teil der Information nicht aufgenommen werden konnte. Eine andere Ausprägung von Konzentrationsschwächen bezieht sich auf die Aufmerksamkeitsaktivierung - Stellt der Lehrer plötzlich eine Frage, dann ist diese wichtig, damit der Schüler reagieren kann. Er muss seine Tätigkeit wechseln, vom Zuhören zum Antworten.

Eine weitere Variante der Konzentrationsprobleme betrifft die selektive, fokussierende Aufmerksamkeit: Diese ist gefragt wenn ihr Kind z.B. die Hausaufgaben erledigen soll. Es geht um die Fähigkeit, Wesentliches zu beachten und Unwesentliches auszublenden. Also die Aufgaben erledigen ohne gleichzeitig an das neue PC-Spiel zu denken oder jeden Vogel zu beobachten, der am Fenster vorbei fliegt.Wenn ihr Kind gleichzeitig von der Tafel abschreiben und dem Lehrer zuhören kann, dann funktioniert seine geteilte Aufmerksamkeit gut. Sie gelingt besonders gut, wenn eine Tätigkeit schon eingeübt ist und demnach wenig Aufmerksamkeitsleistung benötigt.

Abgrenzung AD(H)S

Wenn die Konzentrationsprobleme massiv sind oder noch Hyperaktivität bzw. Impulisivität hinzu kommen, könnte es sich um AD(H)S handeln. Bei einem Verdacht sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Jedoch ist es wichtig genau zu schauen, welche Ursachen das veränderte Verhalten hat. Möglicherweise sind es Ereignisse oder bestimmte Umstände, die das seelische Gleichgewicht des Kindes durcheinander gebracht haben, dies kann auch zeitweise zu Schwächen in der Konzentrationsfähigkeit führen.

Wie helfen die Therapeuten im SCHULWERK?

Im SCHULWERK Hamburg arbeiten wir auch im Bereich der Therapie von Konzentrationsproblemen nach ausführlicher Diagnostik individuell sowohl an den Ursachen als auch an den Symptomen.
Auf der Symptomebene nutzen wir das Marburger Konzentrationstraining und das Aufmerksamkeits-und Strategietraining nach Lauth und Schlottke. Zudem arbeiten wir mit verhaltenstherapeutischen Interventionen wie den Selbstinstruktionskarten, mit denen die Kinder lernen ihre Herangehensweise an Aufgaben zu strukturieren und sich selbst zu lenken und dafür zu loben.
Mittels positiver Verstärkung entwickeln die Kinder neue Verhaltensweisen zur Erhöhung der Konzentrationsleistung, je nach Bedarf arbeiten wir mit Verstärkerplänen und Modelllernen.
Die neuen Strategien werden am aktuellen Unterrichtsstoff trainiert, so dass die Übertragung in den Schulalltag problemlos ist.

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